Obwohl man durchaus den Preis eines gar nicht übel veranlagten 3-Jährigen investieren darf, um ihrer habhaft zu werden, ist sie nicht nur eine der begehrtesten It-Bags der Welt sondern auch die meistverkaufte Tasche aus dem Hause Hermès. Das ist allerdings nicht der einzige Link zwischen der legendären Kelly Bag und der Pferdewelt.

Die Verbindung von Hermès zur Reiterei ist offensichtlich und liegt in den Wurzeln des Luxuskonzerns begründet, die in der Kunstsattlerei zu finden sind. So stellte der Vater des Gründers noch Sättel und Zaumzeuge für die Reichen aus aller Welt her und kunstvolle Lederverarbeitung blieb lange das wichtigste Geschäftsfeld des Unternehmens. Auch heute ist die Inspiration aus der Pferdewelt im ganzen wunderschönen Hermès-Kosmos spürbar. Vom Kutschen-Logo über die Motive auf den berühmte Carrés bis hin zur aktiven Förderung des Reitsports.

Da verwundet es nicht, dass die Ur-Form der Kelly Bag eine Satteltasche war, in der man Reit-Accessoires transportierte. Sie wird bereits seit 1892 gebaut und wurde in den 30er Jahren schließlich auf ein handliches Stadt-Format gebracht. Zur Kelly Bag wurde sie freilich erst, als sich Grace Kelly mit ihr ablichten ließ und sie so zur ersten It-Bag der Welt machte. Angeheizt wurde der Hype von den Geschichten und Gerüchten, die sich schon bald um die spätere Prinzessin Gracia Patricia und ihre Tasche entwickelten: Sie soll mit der größeren Variante ihrer Sammlung versucht haben ihren Baby-Bauch zu kaschieren und die kleineren gerne genutzt haben um lästige Reporter zu vertreiben.

Wofür entscheiden wir uns also diesen Sommer, Reiterinnen: Die Kelly oder Nachwuchs für Viereck und Parcours?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder via gofeminin.de, fem.com, hermes.com